17 Mär
TV Mesum hält sich im Aufstiegsrennen
31 Mär
VB Damen 1
Am vergangenen Wochenende stand für die Mesumer Damen alles auf dem Spiel. In zwei nervenaufreibenden Begegnungen mussten sie einerseits gegen den amtierenden Tabellenführer und nun Meister SC Halle vor heimischem Publikum kämpfen, und andererseits im Auswärtsspiel in Minden eine bittere Niederlage einstecken. Der Kampfgeist war an beiden Spieltagen ungebrochen – doch das Schicksal nahm die Mesumerinnen in Minden diesmal eindeutig nicht in seine Gunst.
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Das Hinspiel gegen Halle: Ein Sieg auf Messers Schneide
Bereits samstags herrschte in der heimischen Halle beste Stimmung, als sich TV Mesum zum entscheidenden Duell gegen den SC Halle formierte. Der direkte Aufstieg lag klar im Fokus, und das Team war fest entschlossen, nach der knappen 2:3-Niederlage im Hinspiel das Blatt zu wenden.
Schon im ersten Satz zeigte sich, dass Mesum bestens vorbereitet war. Die Stimmung vor voller Halle ließ die Zuschauer jubeln, als die Mannschaft von Beginn an den Gegner unter Druck setzte. Die Zuspielerin Leonie Sandfort brillierte mit präzisen Pässen – unterstützt durch die starke Abwehr und Annahme der Libera Maja Exler – und setzte ihre Angreiferinnen Susen Exler, Annika Jakobs und Marile Jakobs gezielt in Szene. Durch kluge Spielzüge, wie den Doppelwechsel, bei dem Zuspielerin Kaja Wagner und Diagonalangreiferin Larissa Deitmar ins Spiel kamen, konnte das Team alle drei Angriffsvarianten ausschöpfen.
Larissa Deitmar bewies in kritischen Momenten ihre Klasse. In beiden ersten Durchgängen setzte sie mit einer wirkungsvollen Aufschlagserie entscheidende Akzente, die Mesum letztlich den ersten und den zweiten Satzgewinn sicherten. Die Trainer Michael Bröker und Tonja Ibenthal zeigten in ihrer Wechselstrategie genau das Gespür für den richtigen Moment, um das Spielgeschehen zu ihren Gunsten zu beeinflussen.
Nachdem Mesum im dritten Satz mit 19:13 sogar eine komfortable Führung erreicht hatte, drehte sich das Blatt. Halle kämpfte sich zurück, gleichmäßig Punkte holte und ließ den Vorsprung schwinden. Eigenfehler der Mesumer Spielerinnen trugen in der Endphase zum ärgerlichen Satzverlust bei. Der vierte Satz entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem eine Spielerin von Halle durch insgesamt acht kraftvolle Aufschläge das Ruder übernahm. Somit musste die Entscheidung wieder im Tie-Break fallen.
Doch Mesum dominierte diesen und zeigte den zahlreichen Zuschauern ein grandiosen 5. Satz. Dieser wurde angeführt von einer beeindruckenden Aufschlagserie von Steffi Sickmann und Teresa Kemper, Mesum führte mit 14:2. Minden machte am Ende noch 3 zufällige Punkte, doch diesen Satz ließ Mesum sich nicht mehr nehmen. Das Rückspiel wurde so mit einem 3:2-Sieg verbucht.
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Das Auswärtsspiel in Minden: Eine erste reine Niederlage der Saison
Am folgenden Sonntag warteten neue Herausforderungen in Minden auf die Mesumer Damen. Ursprünglich für den Februar angesetzt, wurde das Spiel von Minden auf diesen Sonntag verlegt werden – ein Umstand, der den bereits angeschlagenen Spielerinnen zusätzlich zusetzte.
Für Minden war es das letzte Spiel der Saison, weshalb die Gegner in vielerlei Hinsicht viel freier agierten. Ohne den Druck, um Aufstiegspunkte zu kämpfen, spielte Minden beflügelt und setzte die Mesumerinnen von Beginn an unter enormen Druck. Das schnelle und druckvolle Aufschlagspiel der Mindener ließ kaum Raum, den Ball in Ruhe aufzunehmen – was dazu führte, dass jeder Ball zu einem echten Kampf um den Punkt wurde.
Noch immer angeschlagen vom gestrigen intensiven Duell, brauchten die Mesumer Damen zunächst etwas Zeit, um in den Spielrhythmus zu finden. Mit Zuspielerin Pia Wulle, die weiterhin die Spielzüge orchestrierte, Libera Nele Helming, die die Annahme gezielt nach vorne brachte und Angreiferinnen wie Teresa Kemper und Mara Winter, die mit einem hohen Block versuchten, gegnerische Angriffe zu stoppen, zeigte sich der unermüdliche Kampfgeist. Auch Angreiferinnen Cia Robben und Steffi Sickmann versuchten, die Lücken in der Mindener Defensive auszunutzen.
Trotz zahlreicher Kampfansätze und gelegentlicher Aufholjagden gelang es der Mesumer Mannschaft nicht, ins Spiel zu finden. Minden ließ sich immer wieder durchsetzen, machte fast keine eigenen Fehler und spielte befreit. Am Ende stand eine klare 0:3-Niederlage – das erste Spiel in dieser Saison, in dem Mesum keinen einzigen Satz für sich entscheiden konnte.
Blick in die Zukunft: Aufstiegskampf bis zur letzten Minute
Die Ergebnisse des Wochenendes hinterlassen einen bittersüßen Geschmack. Zwar gelang es den Mesumer Damen, im Rückspiel gegen Halle einen hart erkämpften Sieg einzufahren und so die Aufstiegsambitionen aufrechtzuerhalten, doch die bittere Niederlage in Minden rüttelt an den Nerven. Am 13.04. steht das letzte Spiel der Saison gegen das Tabellenschlusslicht OTSV Pr. Oldendorf an – ein Duell, in dem Mesum alle drei Punkte mitnehmen muss, um die Relegationschance zur Oberliga zu sichern. Dabei wird es darauf ankommen, nicht nur die eigene Leistung zu verbessern, sondern auch darauf zu hoffen, dass der Mitstreiter TSC Gievenbeck mindestens einen Punkt im Spiel gegen den VfB Schloß Holte abgibt.
Das anstrengende und nervenaufreibende Wochenende hat den Mesumer Damen einmal mehr gezeigt, wie hart umkämpft der Weg zum Aufstieg ist. Mit dem Willen, aus den Fehlern zu lernen und gestärkt in das Saisonfinale zu gehen, bleibt zu hoffen, dass sie am kommenden Spieltag an ihre Grenzen gehen und die ersehnte Aufstiegsrunde erreichen.
10 Mär
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